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Der Sinn des Lebens?

„Seien Sie nett zu Ihren Nachbarn, vermeiden Sie fettes Essen, lesen Sie ein paar gute Bücher, machen Sie Spaziergänge und versuchen Sie, in Frieden und Harmonie mit Menschen jeden Glaubens und jeder Nation zu leben.“ Monty Python – Der Sinn des Lebens
Wie geil kann man denn bitte den Sinn des Lebens nur formulieren? Es ist gar nicht allzu lange her, dass uns der Film „Der Sinn des Lebens“ von Monty Python auf dem steinigen Weg über den Weg gestolpert ist und wir sind von der Einfachheit dieser doch so „großen“ Frage beeindruckt.
Sicherlich stellt sich vielleicht nicht jeder diese Frage, aber doch, so sind wir sicher, stellen sich einige unter euch diese eine, sehr spezifische Frage. Vielleicht auch noch nicht jetzt und erst in der Zukunft, wer weiß das schon so genau? Jedenfalls ist sie eine verdammt spannende Frage.
Eine spannende Frage, worauf uns die Antwort sehr bereichern kann, woran wir uns aber auch sehr stark aufhängen können. Wir können die Frage überfragen, verkomplizieren und gar in einer chronischen Suche nach der Antwort verharren. Wir können die Frage damit also durchaus als Erlösung oder Leid erfahren.
Wer sich schon einmal lange mit dieser Frage beschäftigt hat, kann dieses „Leid“ sicher nachvollziehen. Die Suche nach der „Wahrheit“ gestaltet sich extrem schwierig, denn sag uns, was ist Wahrheit? Es gibt keine Wahrheit, es gibt nur die Wahrheit die du wahrnimmst und damit ist jede Wahrheit eine individuell wahrgenommene Wahrheit.
Heißt: Was du als wahr erachtest, muss für dein Gegenüber nicht wahr sein und selbstverständlich umgekehrt. Was für dich funktioniert, funktioniert nicht unbedingt für deinen Nächsten. Nur weil du jene Werte verfolgst heißt dass nicht, dass diese Werte allgemeingültig sind und auch andere sich danach richten werden/wollen/sollen.
Die Suche nach dem Sinn des Lebens ist damit vielmehr eine Suche nach deiner eigenen Wahrheit, nach dem was für dich die Wirklichkeit sein soll, was für dich funktioniert und woran du glaubst bzw. glauben möchtest. Sicherlich ist sie eine gute Frage, aber auch keine Frage die man zu hart überbewerten sollte.
Vielmehr eine Frage die man sich auch mit etwas Humor im Hinterkopf stellen sollte, denn es lohnt sich manchmal die Dinge zu vereinfachen und nicht zu viel in die Dinge hineinzuinterpretieren. Spart Energie und Kraft, schafft Freude und Leichtigkeit. Danke Monty Python.
 
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Was ist Reichtum?

Reichtum kann in vielerlei Hinsicht interpretiert werden und hängt vorwiegend davon ab, wie wir als Individuum Reichtum für uns selbst definieren. Für die einen ist es einfach ein hohes Maß an Lebensfreude, für andere eher monetär in Form von Geldscheinen, Autos, Häusern und Co. Jede Definition hat durchaus seine Berechtigung und würden wir nicht alle so eine unterschiedliche Definition von Reichtum hegen würde unser System auf diese Art und Weiße wohl nicht funktionieren.
Heute möchten wir euch Reichtum aus unserer Sicht vorstellen und damit allen voran, wie wir diesen für uns definieren. Sogar recht simpel um genau zu sein. Für uns bedeutet Gesundheit = Reichtum (auf der anderen Seite Reichtum ungleich Gesundheit). Aber woran machen wir das fest? Wie kommen wir zu dieser Überzeugung? Lass uns etwas tiefer einsteigen.
Was ist überhaupt Gesundheit?
Entsprechend der Auffassung der WHO (World Health Organisation) umfasst Gesundheit das vollständige physische, soziale und mentale Wohlbefinden. Gesundheit spielt damit eine weitaus größere Rolle als nur in der Abwesenheit von Krankheit. Gesundheit zieht sich viel mehr über jeden einzelnen Lebensbereich hinweg und kann uns damit in erheblichem Maße positiv wie auch negativ beeinflussen.
Körperliche und geistige Gesundheit als Basis
Damit ist die eigene körperliche und geistige Gesundheit die Basis für ein wohlgeformtes, auf Freude basierendes, nachhaltiges Leben. Das heißt sowohl die Nährstoffe als auch Gedankengänge die wir täglich wortwörtlich in uns „reinballern“ bestimmen unseren gegenwärtigen und damit logischerweise mitunter auch unseren zukünftigen Stand.
Das heißt, unsere Gesundheit korreliert direkt mit Freude, Erfolg, Beziehung, Familienleben, Job und eben allem anderen. Sind wir nicht gesund, sind wir nicht leistungsfähig (nicht nur im sportlichen Sinne) und können weder eine ernsthafte Beziehung führen, noch uns um unsere Familie kümmern.
Hinzu kommt, dass Körper und Geist nicht trennbar sind. Das heißt wiederum, einfach gesagt: Wer den ganzen Tag nur scheiße isst, der fühlt sich auch scheiße. Wer sich den ganzen Tag nur scheiße fühlt, aber super isst, der fühlt sich trotzdem scheiße. Word!
Gesundheit ist nicht selbstverständlich
Auch wenn sich in den meisten Ländern die Gesundheitsversorgung deutlich verbessert hat, so ist Gesundheit allerdings nicht selbstverständlich. Ja man könnte es gar nach wie vor ein Luxusgut nennen. Jedenfalls dann, wenn man sich näher mit anderen Ländern auseinandersetzt. Von den 194 Ländern die sich heute über den Globus verteilen, haben lediglich 56 Länder ein effizientes Gesundheitssystem (Bloomberg Annual Study). Manche Länder haben sogar überhaupt keines.
Auf der anderen Seite garantiert ein „gut“ funktionierendes Gesundheitssystem auch nicht gleich, dass die Gesellschaft gesund ist, was die tragische Realität in vielen Ländern bleibt. So zum Beispiel die USA. Die Bewohner verdienen gut, haben Zugang zu sauberem Wasser und Bildung und dennoch bleibt die Gesundheit der Bürger weit hinter den Möglichkeiten.
Auch in Deutschland scheint die Gesundheit der Menschen ein immer seltener werdendes Phänomen zu werden. Wir haben ein durchaus gut durchdachtes Gesundheitssystem und dennoch sind so viele Menschen in den unterschiedlichsten Formen krank. Das ist erschreckend, denn trotz der Möglichkeit maximal gesund zu sein (in anderen Ländern gibt es diese Möglichkeit nicht einmal), wird diese nicht genutzt. Es leiden viele, obwohl sich dieses Leiden so einfach durch ein paar grundlegende Änderungen (Ernährung, Schlaf, Stressmanagement etc.) vermeiden lassen könnte. In vielerlei Hinsicht wäre es damit eigentlich so einfach.
Bei sich selbst anfangen
Es ist also sehr wohl möglich reich zu sein, auch ohne die entsprechende Gesundheit, doch wie nachhaltig ist dieses reich sein? Aus unserer Sicht wenig, denn ohne Gesundheit kann kein langanhaltendes und vor allen Dingen alles umfassendes Reichtum entstehen. Das heißt, du kannst alles Geld der Weld besitzen, aber dennoch todunglücklich sein oder gar einfach verdammt früh sterben, weil du jahrelang deine Gesundheit außer Acht gelassen hast.
Die Reise zu „echtem“ Reichtum beginnt dabei immer bei sich selbst. Wer sich mit sich selbst beschäftigt und bereit ist tiefgründiger zu graben, der wird sehr wahrscheinlich zu einer ausgeglichenen physischen, mentalen und sozialen Balance gelangen (setzt natürlich auch die entsprechenden Mittel voraus, andere Länder haben diesen „Luxus“ nicht), zu eben jener Gesundheit, von der dieser Artikel handelt.
Die Gesundheit ist damit nicht die Basis von Reichtum, schließlich kann man auch ohne Gesundheit reich werden, sondern vielmehr ist sie das Reichtum selbst. Sie gibt uns die Möglichkeit Ziele langfristig zu verfolgen, sich Träume zu verwirklichen und Visionen auch tatsächlich zu leben. Sie gibt uns die Möglichkeit tolle Beziehungen zu führen, tiefgründige Freundschaften zu schließen und mehr Lebensfreude in unser Leben zu lassen. Und sie gibt uns noch so so viel mehr.
Gesundheit ist Reichtum!

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Einen Reiz setzen

Reize sind Teil unseres Alltags und sekündlich ballern uns rund 11 Millionen Reize entgegen, wortwörtlich. Mit dem Informationszeitalter hat diese „Reizüberflutung“, also wenn der Körper mehr Reize aufnimmt als er verarbeiten kann, ein erhebliches Maß erreicht. Das kann zur psychischen Überforderung führen, Krankheiten wie Burn-Out und Co. können die Folge sein. Doch Reize sind nicht per se schlecht, im Gegenteil, Reize sind überlebensnotwendig und viel mehr auch ein Garant für Fortschritt. 
Kein Reiz = Stillstand
Stell dir nur mal vor. Du bist wie viele anderen regelmäßig im Fitnessstudio oder nimmst an anderen Sporteinheiten teil. Stell dir nur mal vor, du führst jedes einzelne Training das selbe Übungsrepertoire, in der selben Reihenfolge, mit dem selben Geräten und mit den selben Gewichten aus, was passiert? Natürlich rein gar nichts. Auch wenn du denkst, das etwas passiert, so erhältst du mit diesem Schema im Prinzip nur deinen Status Quo. Das heißt du wirst weder stärker, noch ausdauernder, noch leistungsfähiger. Das hat einen ganz einfachen Grund. Du setzt deinen Körper keinem neuen Reiz aus und dadurch befindest du dich in einer Art Stillstand. 
Wenn du das nächste Mal im Studio oder in einer Sporteinheit bist, achte einmal darauf. Viele Menschen trainieren bereits seit drei Jahren nahezu identisch und sehen, wen wunderts, eben noch identisch aus. Natürlich hat sich der Körper nicht angepasst, da es keinen Reiz gab, auf den sich der Körper hätte anpassen können. Wenn sich also etwas verändern soll, die Kraft steigern, die Ausdauer ausbauen, dann muss der Körper regelmäßig und vor allem kontinuierlich steigenden Reizen ausgesetzt werden. Richtige Kraftsportler sind ein exzellentes Beispiel. 
Natürlich gilt das nicht nur für den Sport selbst. Das Prinzip lässt sich auf alle anderen Lebensbereiche anwenden bzw. findet auch in allen anderen Bereichen statt. Strebst du eine persönliche Weiterentwicklung an, so wirst du sicherlich viel lesen, dich mit dir selbst beschäftigen, Seminare und Workshops besuchen, du wirst dich also kontinuierlich neuen Reizen aussetzen. Hast du einen Partner an deiner Seite, so werdet ihr euch zur Aufrechterhaltung der Beziehung sicherlich regelmäßig neuen Reizen aussetzen, um die Flamme aufrecht zu erhalten. Möchtest du in deinem Job weiterkommen, so musst du die Extrameile gehen und Dinge tun, die andere nicht tun würden, also dich ebenfalls neuen Reizen aussetzen. 
Too much Reiz
Ganz klar geht durch neue Reize eine Entwicklung einher. Ein neuer Reiz ist also immer eine Weiterentwicklung, unabhängig davon ob in geistiger, körperlicher oder zwischenmenschlicher Sicht. Jedoch können Reize auch zu groß werden und wie bereits eingangs erwähnt, zu viele Reize auf einmal auf uns eintreffen. Das hat dann keine Weiterentwicklung zur Folge, sondern entweder einen kurzfristigen Setback oder gar einen langfristigen Setback. Jedenfalls ist es enorm vielen Fällen ein Rückschritt (Setback).
Nehmen wir wieder das sportliche Beispiel. Du hast das Prinzip verstanden, dass du dich kontinuierlich neuen Reizen aussetzen musst, um körperliche Erfolge zu erzielen. Nun packst du also in der zweiten Trainingseinheit mehr (viel zu viel) Gewicht drauf, Gewicht, dass du vielleicht gerade noch mit ächzen und krächzen drücken kannst, bevor dein Körper wie ein nasser Sack schlaff in sich zusammen fällt. Was ist passiert? Du hast deinen Körper einem zu großen Reiz ausgesetzt und dein zentrales Nervensystem total zerschossen. Aber ich soll mein Körper doch einem neuen Reiz aussetzen? Das ist richtig, allerdings kontinuierlich steigend und damit auf deinem Letztgewicht aufbauend. Das macht den Unterschied.
Wenn du dein Nervensystem, welches sich noch nicht an die Belastung angepasst hat, nur einmal zerschossen hast, dann ist das natürlich nicht weiter tragisch. Wiederholst du diesen Prozess allerdings regelmäßig und machst nicht genug Pausen, bleibt der Reiz nicht nur groß, sondern es kommen gleichzeitig noch viel mehr dazu. Und wenn du dann nicht früh genug den Cut ziehst, dann landest du in dem Bereich des Übertrainings. Diesen Bereich möchte man nicht unbedingt erleben, denn die Liste von Symptomen ist sehr lang. Depressive Stimmung, chronische Müdigkeit und Schlafstörungen, Muskelschmerzen und und und. Kommst du in diesen Bereich, dann wirst du sicherlich einen erheblichen Rückschlag einstecken.
Übertragen wir das noch auf andere Lebensbereiche. Wenn du eine persönliche Weiterentwicklung anstrebst und jede Woche auf Seminaren unterwegs bist, tausend neue Rituale einführst, jeden morgen um 5:30 Uhr aufstehst und gleichzeitig auch noch drei Bücher die Woche liest, dann geht das sehr wahrscheinlich nach hinten los, at least dann, wenn du dich noch nicht daran angepasst hast. Möchtest du in deinem Job weiterkommen und gehst die Extrameile indem nur 24/7 nur noch arbeitest und erreichbar bist, dann geht auch das, sehr wahrscheinlich über kurz oder lang nach hinten los. 
Sich sensibilisieren 
Es ist also so ziemlich wie mit allem im Leben. Zu wenig bis gar nichts bringt nichts, genauso wenig aber auch zuviel davon. Was allerdings das richtige Maß ist, unterscheidet sich von Individuum zu Individuum, denn auch wenn wir oft meinen wir sind alle gleich, sind wir doch so grundverschieden. Was also für dich funktioniert, findest du nur durch ausprobieren, durch fühlen heraus. Anstelle also gleich voll draufzupacken, steigerst du dich Step by Step und steigerst damit auch Stück für Stück deine Toleranz. 
Das Stichwort, dass wir hierbei am treffendsten finden, ist Sensibilisieren. Die Lösung besteht darin sich zu sensibilisieren, sich also empfindlich zu machen. Was tut mir in welchem Ausmaß gut? Was ist zu viel? Was ist zu wenig? Aber auch beispielsweise in der Partnerschaft, was tut meinem gegenüber gut und was ist für mein Gegenüber zu viel? 
Wir hoffen wir konnten euch mit diesem Artikel ein wenig für das Thema Reize sensibilisieren.
In diesem Sinne viel Spaß beim ausprobieren und fühlen.
 
 

Cut the waste

Wenn wir euch einen Spruch ans Herz legen könnten, einer der die Welt und das Verständnis für viele Dinge so auf den Punkt bringen würde, dann definitiv „Cut the waste“. Und ja, es gibt so viel verdammt Müll da draußen und noch viel mehr, seit dem wir uns im Informationszeitalter befinden. Wir befinden uns in einem maximalen Informations-Overload und können nicht einmal ansatzweise das verarbeiten, was täglich auf uns einprasselt. Doch wie trenne ich die Spreu vom Weizen? Wie finde ich heraus was gut, was schlecht ist, nein, wer zum Teufel definiert überhaupt was gut oder schlecht ist? Fragen über Fragen.
Sicherlich kennst du es, wie es sich anfühlt dein Zimmer, deine Wohnung oder dein Haus auszumisten? Nein? Dann solltest du diese Erfahrung definitiv einmal machen. Falls du diese schon gemacht hast, dann Glückwunsch, denn in etwa so fühlt sich Freiheit an. Dinge loszulassen, Raum schaffen, so dass Raum für mehr Energie freigesetzt werden kann. Das ist nicht immer leicht, denn oft hängen wir an „Dingen“, dennoch lohnt sich das, manchmal auch radikale, Ausmisten in jeder Hinsicht.
Das gilt selbstverständlich nicht nur für dein Zimmer, deine Wohnung oder dein Haus, das gilt für alles. Deine Beziehungen, deine Freunde, deine Ernährung, dein Sportprogramm, dein Lifestyle und die eventuell unzähligen Stunden Netflix. Mit Sicherheit hat sich auch hier an der ein oder anderen Stelle irgendwo etwas Müll (Überschuss oder wie auch immer) angesammelt, Müll der die Unterbewusst viel Energie kostet und damit Müll auf den du gut und gerne verzichten kannst.
Ob und wie viel Müll sich angesammelt hat findest du ganz leicht heraus, durch Selbstreflexion. Was stiftet dir tatsächlich einen Nutzen, was nicht? Was fördert dich und dein (positives) Verhalten, was nicht? Was raubt dir unverhältnismäßig viel Energie und was gibt dir einen ordentlichen Powerschub? Was gibt dir ein gutes Gefühl und was bewirkt das Gegenteil?
Diese Fragen beantwortest du durch deine Selbstreflexion allen voran in Form von Fühlen. Wenn dir die Milch nicht guttut und der Magen dabei brummt, dann weißt du, was du zu tun hast. Wenn dir eine Freundschaft ein Knoten im Hals ist, dann weist du, dass du an dieser Stelle etwas ändern musst (zumindest einmal das Gespräch suchen musst). Wenn dein Zimmer bis oben hin voll mit Dingen geladen ist, dann ist es definitiv Zeit für einen ordentlichen Neujahrsputz. Aber so richtig.
Oft liegt die Lösung bereits auf der Hand, dennoch verwirren und verzweigen wir uns in komplexen Diät- wie auch Ernährungsplänen, in Beziehungen die zu uns nicht passen, halten an Freundschaften fest, die sich nicht mehr generalüberholen lassen. Wir eignen uns gar einen unglaublichen Wissensschatz an, haben aber verlernt in uns hineinzuhören. Doch genau da, in dir drin, liegt die Antwort auf deine Fragen.
Machs dir nicht so kompliziert und cut the waste!

Perspektivenwechsel Fitness

In vielerlei Hinsicht hat Fitness heute leider überhaupt nichts mehr mit Gesundheit und Wohlbefinden, sondern vielmehr mit vermeintlichem Wissen, Optik, Zwang, Qual und unerreichten Zielen zu tun. Aus einem Instrument, dass ursprünglich die Grundlage zu einem gesunden Lebensstil pflegen und eine möglichst langfristig gute körperliche Verfassung ermöglichen sollte, ist irgendwie das Gegenteil geworden.
Am besten fangen wir mit einer kleinen Geschichte an: Unser Sergeant KeKo hat vor seiner Selbständigkeit in einem Fitnessstudio gearbeitet. Das Fitnessstudio war gut besucht, qualitativ hochwertig und die Trainer haben alle eine sehr hochwertige Ausbildung in Form von diversen Zertifizierungen genossen. Dennoch und trotz der hohen Qualität war schnell auffällig, dass sicherlich gut 75%, um sich besonders weit aus dem Fenster zu lehnen, keine Ahnung davon hatten, was sie da eigentlich taten.
Schwere Gewichte wurden auf eine Art und Weise gehoben, die einem das Blut in den Adern gefrieren ließen, der Bandscheibenvorfall schon vor den Augen. Menschen verbrachten stundenlang auf dem Stepper oder Laufband bis schließlich der Kreislauf kollabierte und sie sich das Kinn an dem Gerät aufschlugen und das Kreischen der Sirenen eines Krankenwagens die Trainingseinheit endgültig beendete. Manche Menschen trainieren schon seit zwei Jahren und bewegten immer noch die gleichen Gewichte, machten die gleichen Wiederholungen und ja, sahen komischerweise irgendwie immer noch genau so aus.
Statt sich also auf das Erlernen der korrekten Übungsausführung zu konzentrieren, werden Selfies geschossen. Statt die Trainingseinheit als Trainingseinheit wahrzunehmen, wird auf dem Laufband der neuste Instagram-Feed angeschaut und all die darin enthaltenen 4%-körperfettanteiligen Menschen, die sich für das Shoot gerade in der Trockenphase befinden. Statt seinem Körper, seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun, landet man im Übertraining, fliegt auf die Fresse und wird eventuell gar depressiv. Und auch viele der vorhandenen Trainer scheint das nicht wirklich zu interessieren, wobei das natürlich nicht über einen Kamm zu scheren ist, manche Menschen möchten sich auch einfach keine gut gemeinten Ratschläge geben lassen.
Damit möchten wir Fitnessstudios keineswegs schlecht reden, denn die selben Phänomene sind überall zu finden. In den unterschiedlichsten Sportarten, beim Training draußen, absolut überall. Heutzutage wird sich allerorts durch Bewegung mehr kaputtgemacht, als nachhaltig gutes getan. Die Grundlage dafür ist aus unserer Sicht das fehlende Wissen oder in vielen Fällen auch einfach die fehlende Bereitschaft, sich dieses Wissen anzueignen. Viel mehr aber noch das Hinterfragen.
Wirkliche Experten in der Fitness-Industrie gehen unter und werden durch Instagram-Influencer ersetzt. Junge wie auch alte Menschen jagen Vorbildern und Idealbildern nach, die sich auf den Bildern gerade in ihrer Bestform präsentieren, welche durchaus wenig mit dem täglichen Erscheinungsbild haben kann. Viele vertrauen auf die Illusion durch Sport allein ihre körperlichen Ziele zu erreichen. Oft fehlt das grundsätzliche Verständnis des großen Bildes, der Blick über den Tellerrand hinweg.
Es geht also weder darum, mehr als alle anderen zu machen, sich bis zum totalen Versagen auszulasten und sich nur noch von Putenbrust und Reis zu ernähren. Es geht in einem allerersten Schritt erst einmal darum, sich die grundsätzliche Frage zu stellen, warum ich mich dem Fitness verschreibe. Warum ich das für mich tun möchte (nicht für die anderen) und wohin mich das regelmäßige Training bringen soll. Es geht darum zu verstehen, dass Training nur die kleinste Komponente von Gesundheit und Wohlbefinden darstellt, dass ganz viele Faktoren wie Lifestyle (insbesondere Stress), Ernährung und Schlaf eine viel bedeutendere Rolle spielen.
Es geht darum verstehen, dass man sich nicht kaputt machen muss, um seine Ziele zu erreichen. Zu verstehen, dass weniger mehr ist, dass die richtige Dosis, welche individueller kaum sein könnte, gefunden werden muss. Für manche ist die richtige Dosis 3x die Woche Training á 20 Minuten, für manche 6x die Woche á 1 Stunde. Da gibt es kein Patentrezept und keinen Max-Musterplan, der auf deinen individuellen Zustand passt. Dieser richtet sich wiederum nach meinen mir zur Verfügung stehenden Ressourcen und allen ergänzenden Faktoren.
Viel wichtiger allerdings als all das zusammen ist aus unserer Sicht ein wesentlicher Faktor: Spaß! Ja, der Spaß scheint oft auf der Strecke zu bleiben und viele quälen sich durch das Workout, ohne dabei nur ein wenig Freude zu empfinden. Dabei ist es doch genau der Spaß, auf den wir uns bei den unterschiedlichsten Dingen freuen und so auch eigentlich beim Sport. Das Schöne daran ist, wenn wir Spaß an Fitness empfinden, dann stellen sich viele positive Effekte von ganz allein ein. Wenn wir Spaß daran finden uns zu bewegen, finden wir oft auch automatisch Spaß an einer gesünderen Ernährung und wenn wir Spaß an einer gesünderen Ernährung finden, dann finden wir auch oft Spaß daran unseren Lifestyle gesünder zu gestalten.
Schlussendlich ist es dann also oft gar nicht das Training, dass uns zu unseren Zielen führt, sondern viel mehr der Spaß an der Sache. Letztendlich können wir allerdings nur aus unserer Erfahrung und damit aus der Arbeit mit ganz vielen unterschiedlichen Menschen sprechen. Mach dir selbst ein Bild davon, mach deine eigenen Erfahrungen und teile gern deine Erfahrungen mit uns. Wir freuen uns immer sehr über deine Geschichten und Hintergründe.
In diesem Sinne, sei auch mal kritisch, hinterfrag und nehm nicht alles für Bare münze und konzentrier dich auf das was dir gut tut.
Deine GNTC Crew

Die Geschichte von Milo und die eisige Kälte

Milo von Croton war und ist auch heute noch eine Legende. Der gebürtige Crotoner war ein griechischer Ringkämpfer, einer der berühmtesten Athleten der Antike und sechsfacher Gewinner der olympischen Spiele. Der Legende nach sah Milo eines Tages einen jungen Bullen, welcher erst vor kurzem geboren wurde. Milo zögerte nicht lange, hievte ihn auf die Schulter und lief mit ihm umher. Er stellte fest, dass es für ihn ein so gutes Training war, so dass er sich dafür entschied, jeden Tag mit dem kleinen Bullen herumzulaufen. Mit jedem Tag wuchs der Kleine und wurde irgendwann zum voll ausgewachsenen Bullen. Mit jedem dieser Tage wurde Milo stärker.
Was zeigt uns die Geschichte und was zum Teufel hat diese Geschichte mit Kälte zu tun? Die Geschichte zeigt uns, dass wir stärker werden, wenn wir uns kontinuierlich überlasten, also einem neuen Reiz aussetzen. Wäre der Bulle also nicht gewachsen und damit schwerer geworden, so wäre Milo auch wohl kaum stärker geworden, oder? Genau. Anders herum, hätte sich Milo gleich einen erwachsenen Bullen auf die Schulter gesetzt, so wäre das sicher nicht so gut ausgegangen. Da wäre ein Bandscheibenvorfall noch absolut harmlos gewesen. Das alles gilt aber nicht nur für Stärke, sondern auch für andere Dinge wie beispielsweise deine Schnelligkeit, das Lernen oder eben auch die Kälte.
Kälte. Nehmen wir an du bist ein Warmduscher (war ich übrigens auch mal) oder hast eventuell sogar mordsmäßig Angst vor der Kälte (die hab ich noch immer), möchtest dich aber endlich an die Kälte gewöhnen. Nun ja, dann könnte man sich jetzt einfach 40 kg Eis kaufen, die Badewanne anschmeißen und sich ins Eiswasser setzen. Easy. Im Gegenteil. Auch mit einer entsprechenden kontrollierten und ruhigen Atmung wird dein Körper relativ schnell an seine Grenzen kommen. Du fängst an zu zittern, bibbern und fühlst dich wie ein Eisklotz, mindestens genau so hart wie die Eisklötze die da noch im Wasser schwimmen.
Das wäre so in etwa wie wenn du das erste Mal Kniebeugen machst und gleich 200 kg drauf packst. Geht nicht immer, aber in bestimmt 99% der Fälle in die Hose. At least wäre diese Art nicht unsere Herangehensweise. Viel sinnvoller wäre es doch sich kontinuierlich einem neuen Reiz auszusetzen, so dass man über eine bestimmte Zeit hinweg mit der Herausforderung wächst. So wie Milo eben mit dem Erwachsenwerden des Bullen gewachsen ist. Das heißt sowohl das Mindset als auch der körperliche Teil entwickeln sich gleichzeitig mit der entsprechenden Herausforderung.
Im Bezug auf Kälte wäre es also doch so einfach, insbesondere, wenn man in einem Land wie Deutschland lebt. Wege gibt es natürlich viele, aber man könnte beispielsweise in den warmen Tagen anfangen jeden Morgen früh aufzustehen (immer die selbe Uhrzeit) und eine Runde joggen gehen. Am besten leicht bekleidet. Ein T-Shirt, eine kurze Hose und ein paar Laufsandalen reichen doch schon völlig aus. Das macht man und ohne Ausnahme jeden Morgen. Das funktioniert auch, so lange man das Laufen nicht ausreizt und ein sehr angenehmes Tempo anstrebt, sehr gut.
Mit der Zeit werden die Tage kälter, aber du gehst noch genau in dem alleeselben Outfit raus auf die Straße, in den Wald oder wo auch immer. Mit jedem Tag der etwas kälter wird, wächst du in die Kälte hinein. Mit jedem Tag den es kälter wird, werden sich auch dein Kopf und Körper an diese Bedingungen anpassen. Anstelle also gleich ins Extrem zu gehen, krank oder sonst was zu werden, nutzt du das Prinzip der progressiven Überlastung wie Milo es damals getan hat.
Warum mich das Thema beschäftigt? Wie viele andere hab ich auch ich mich gleich zu Beginn ins Extrem geworfen und bin schlussendlich immer wieder im Warmduscher-Modus gelandet. In der Regel wurde ich krank, da dass Immunsystem nicht Schritt für Schritt, sondern gleich volle Ladung, an die „Belastung“ herangeführt wurde. Seitdem ich das Gesetz der progressiven Überlastung verinnerlicht habe, ergibt das alles so viel mehr Sinn und funktioniert auch bombastisch.
Nichts passiert über Nacht, also gib deinem Geist wie auch deinem Körper die Zeit sich anzupassen. Nimm Schritt für Schritt, statt gleich den großen Sprung. Wenn du stärker werden willst, dann erhöhst du in jedem Training entweder das Gewicht oder die Wiederholungen. Wenn du die Kälte lieben lernen willst, dann mach sie zu deinem Alltag und wachse mit ihr.
Viel Spaß beim frieren, euer KeKo

An den kleinen Schrauben drehen

Abnehmen, Körper formen, die Strandfigur, was auch immer einem täglich zu Ohren kommt, es wird viel zu sehr verkompliziert. Es wird in der Regel so kompliziert kommuniziert, dass man anfängt Kalorien zu zählen, Makronährstoffe abzustimmen und sich der ganze Tag nur noch um das gute Essen dreht. Das sollte so aber nicht sein. Vielmehr sollte Essen dazu fungieren, Leistungsfähig und vital zu sein, unabhängig davon, ob Sport gemacht wird oder nicht. Essen sollte eine Funktion einnehmen, nämlich unseren (hoffentlich wohl gehüteten) Körper mit den entsprechenden Nährstoffen zu versorgen.
Schaff dir ein Überblick
Doch wo fängt man am besten an? Mit einer Diät? Mit hungern? Nein, im Gegenteil. Es ist eigentlich so einfach. Der einfachste Weg ist es zunächst einmal für eine Woche alles aufzuschreiben, was man die Woche über gegessen und getrunken hat. Wirklich alles, ohne Ausnahme! Dazu zählt auch jedes einzelne Stück Schokolade und jeder Tropfen Alkohol. Das ist die Basis, das ist dein IST-Zustand. Nun hast du dein ganzes Ess- und Trinkverhalten übersichtlich auf seiner Seite aufgeschlüsselt. 
Nun ist es dir möglich, dein Verhalten zu analysieren. Das meiste weißt du ja eigentlich bereits, aber wenn du das alles schriftlich festhältst, wird dir vieles noch bewusster. Viele Sachen werden noch offensichtlicher und wie du sehr wahrscheinlich sehen wirst, wiederholen sich immer wieder. Es sind zumeist die kleinen Dinge, die man übersieht.
Weg von der Komplexität hin zur Simplizität
Anstelle also den nächst besten Diätplan zu googeln und eine Liste mit „Darfst du“, „Darfst du nicht“ zu erstellen, kannst du dir diese Komplexität erst einmal sparen. Das kostet viel Zeit, Kraft, Aufwand und am Ende bist du oft in einer noch schlechteren Position als vorher (Jo-Jo-Effekt). Stattdessen legst du den Fokus auf die kleinen Dinge, die du in deiner Wochenübersicht gefunden hast. 
Was aber sind zum Beispiel kleine Dinge? Wenn du jeden Morgen einen Kaffee mit Zucker trinkst und sei es „nur“ ein Teelöffel, dann lass den Zucker weg. Das mag auf den ersten Moment irrelevant für dich wirken, aber rechne es gerne mal hoch. Sagen wir mal 1 Teelöffel ergibt rund ein Zuckerwürfel, dann hast du in der Woche knapp 7 Würfel Zucker. Im Monat 28 und aufs Jahr gesehen 336 Würfel. Ein Würfel hat 12 kcal, das heißt bei 336 Würfeln hast du zusätzliche 4.032 kcal. Eine so kleine Änderung hat eine so unglaublich große Auswirkung.
Ein weiteres Beispiel, Alkohol. Sagen wir, du gehst am Wochenende aus und trinkst gern mal das ein oder andere Bier, den ein oder anderen Sekt oder was auch immer. Es bleibt dabei nicht nur bei einem, sondern es können auch durchaus mal mehr werden. Sagen wir du trinkst jeden Samstag 3 Bier, dann hast du jeden Samstag knapp 400 kcal extra, nur durch dieses Getränk. In einem Monat sind das 1.600 kcal, aufs Jahr gesehen 19.200 kcal. Das ist schon eine unglaubliche heftige Zahl. Ähnliches gilt für Rotwein, Sekt und Co. Von Cocktails wollen wir erst gar nicht reden, denn schon !ein! Caipi hat rund 322 kcal. Jetzt stell dir mal noch einen Cocktail mit Sahne und drumherum vor. 
Die Schrauben stellen
Im Endeffekt kannst du es dir also wirklich wirklich einfach machen. Du musst kein Ernährungsexperte sein, ja du bräuchtest rein theoretisch nicht einmal einen Ernährungsexperten an deiner Seite. Alles was du brauchst ist einen Überblick über dein Ess- und Trinkverhalten und den Willen, an ein paar kleinen Schrauben zu drehen. Das können zwei kleine Schrauben sein, aber auch erstmal nur eine.
 
Hab Spaß an der Veränderung und gib dir vor allem die Zeit, die du brauchst.
Deine GNTC Crew
 

Sergeant KeKo zu Wort | Wenn der Trainer seine Arbeit nicht macht

Puh, da muss ich immer und immer wieder tief durchatmen. Das ist ein sehr emotionales Thema für mich und manchmal bleibt mir da echt einfach die Spucke weg. Es geht um das Trainerdasein, insbesondere als Gruppentrainer. Völlig unabhängig davon ob drinnen oder draußen. Völlig unabhängig davon ob Outdoor-Workout oder Fitnessstudiokurs.
Du kennst das sicher auch. Es gibt die Trainer, die das ganze Ding mit durchballern und am Ende wahrscheinlich sogar noch mehr schwitzen als du selbst. Und es gibt die Trainer, die ab und an mal eine Übung vormachen, zwischendurch zur Motivation auch mal kurz mitmachen, aber sich dann wieder den einzelnen Teilnehmern widmen, also DIR widmen. Also im Endeffekt die, die jeden einzelnen korrigieren und motivieren.
Leider und so ist mir das sowohl in der Gegenwart als auch der Vergangenheit immer wieder begegnet, gibt es vor allem von der ersten Sorte ganz viel. Also Trainer, die selbst mit trainieren und damit vermeintlich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Teilnehmer sind fix und alle, ja und der Trainer, der muss nicht noch extra ne Stunde für sein eigenes Training dranhängen. Prima!
Im Gegenteil. Für mich als Trainer geht das einfach gar nicht (Ausnahmen bestätigen die Regel). Als Trainer ist es nämlich meine Aufgabe, den Teilnehmern zu einem langfristigen (nicht kurzfristigen) Erfolg zu verhelfen. Das heißt vor allem präventiv zu denken. Das heißt unter anderem, für eine richtige Ausführung zu sorgen, die Haltung zu korrigieren, Übungen individuell an die Biomechanik des jeweiligen Teilnehmers anzupassen und und und. Im Endeffekt also auf jeden einzelnen Teilnehmer einzugehen.
Würde ich selber noch mit trainieren, so hätte ich gar keine Möglichkeit auf jeden einzelnen einzugehen. Was je nach Gruppengröße sowieso schon keine kleine Herausforderung ist. Im Umkehrschluss könnte ich dann die Teilnehmer nicht korrigieren und würde langfristig sehr wahrscheinlich dafür Sorge tragen, dass sich die Teilnehmer sämtliche Verletzungen, insbesondere aufgrund einer falschen Haltung oder falscher Übungsausführung, zuziehen.
Quintessenz 1: DIE TEILNEHMER SIND DER MITTELPUNKT
Ein weiterer Punkt der mir in so einem Fall einfach nicht einleuchtet (also wenn der Trainer selbst mit trainiert): Wie kann ich verdammt nochmal von jemandem Geld verlangen, wenn ich der Person keinen Mehrwert (eher das Gegenteil) biete? Klar, stelle ich der Person dann einen „Fahrplan“ für das Training zur Verfügung, aber nach ein paar Monaten alle einen Bandscheibenvorfall haben, dann bringt mir leider auch der schönste Fahrplan nichts.
Ich zahle ja für eine Leistung und erwarte, dass die Leistung auch erbracht wird. Wenn ich ein iPhone bezahle, will ich kein Samsung in die Hand gedrückt bekommen. Wenn ich für Sport bezahle, dann will ich, dass mich jemand an diesen Sport, die Übungen und das Training heranführt, ohne mich gesundheitlich ins Abseits zu befördern.
Wenn ein Trainer also Geld verlangt und sich aber vorwiegend um sich selbst kümmert, dann sollte man sich als Teilnehmer durchaus mal Gedanken machen. Als Trainer allerdings noch viel mehr, denn dann habe ich meine Jobbeschreibung verfehlt.
Quintessenz 2: LEISTUNG MUSS AUCH ERBRACHT WERDEN
Ich möchte euch gar nicht viel länger mit dem Thema aufhalten, aber zum Schluss noch ein paar ergänzende Worte. Zunächst einmal bin ich davon überzeugt, dass alle Trainer, die ihren „Job“ mit Leidenschaft verfolgen, nur das Beste für ihre Teilnehmer im Sinn haben. Langfristig andauernden ganzheitlichen Erfolg. Ganz klar stehen bei diesen Trainern die Menschen im Vordergrund, nicht das eigene Ego und auch nicht der Geldbeutel der Teilnehmer.
Auch möchte ich mit diesem Beitrag absolut jedem zu nahe treten, der bisher so als Trainer agiert hat. Das geht einfach gar nicht, ist weder nachhaltig, noch zielführend. Es ist, kurzum, einfach Bockmist.
Tatsächlich habe ich mich in der Vergangenheit darüber aufgeregt und hätte an die Decke gehen können. Heute finde ich es einfach nur noch traurig. Wenn man als Trainer Menschen mehr „kaputt“ macht, als ihnen hilft, dann sollte man sich definitiv eine andere Branche suchen und einen weiten Bogen um die Arbeit mit Menschen machen.
Danke fürs zuhören, euer KeKo

Nehm einen Schritt nach dem anderen

Man lernt kontinuierlich dazu und möchte hin und wieder eine Veränderung bei sich herbeiführen. Seien es ganz einfache Dinge wie eine gesündere Ernährung, mehr Sport oder weniger Social Media Konsum. Es gibt aber auch noch ganz andere Dinge, oft schwerwiegende, wie eine Essstörung oder dem Alkoholkonsum. All die erwünschten Veränderungen lassen sich herbeiführen, sofern man sich bewusst dafür entscheidet, man muss es wollen! Doch aufgepasst, eine Veränderung nach der anderen. Zieht man von heute auf morgen an vielen Schrauben gleichzeitig, geht das definitiv nach hinten los.
Stell dir doch einfach einmal vor du befindest dich auf einem langen Marsch. Stell dir vor du musst 50 km marschieren und bist einen halben, ja vielleicht sogar einen ganzen Tag lang unterwegs. Wenn du nun die ganze Zeit denkst, puh, noch 50 km, noch 49 km, noch 48 km, dann kannst du dir vorstellen, wie viel Freude und Motivation da bei dir aufkommt (ausgenommen du brennst in jeder Hinsicht dafür). Wenn du dich dagegen über jeden einzelnen gegangenen Kilometer freust und merkst wie sich diese langsam und immer mehr aufsummieren, dann fühlst du dich deinem Ziel viel näher, mehr motiviert und kannst mit viel mehr Freude an die Sache herangehen.
Ähnlich verhält sich das mit den kleinsten aber auch größten Veränderungen, die man herbeiführen möchte. Wer zielgerichtet an die Sache herangeht, scheitert oft, da das Ziel in der Regel nicht direkt um die Ecke auf einen wartet. Man wird schnell frustriert, da das gewünschte Endergebnis ausbleibt und schmeißt sein Ziel wieder auf den Scheiterhaufen. Man verharrt also wieder im selben Zustand wie zuvor und die gewünschte Veränderung bleibt aus. Wer dagegen Wegorientiert an die Sache herangeht, kommt nicht nur Schritt für Schritt seinem Ziel näher, sondern kann den Weg dorthin auch vielmehr genießen.
Genießen? Ja, wenn dein Ziel es ist dich gesünder zu ernähren, dann stell dir nur vor, wie du dich täglich mit neuen Gemüsesorten, neuen Zubereitungvarianten und gesunden Varianten deines eventuellen Lieblingsessens (Pizza, Burger und Co.) auseinandersetzen darfst. Du schmeckst völlig neue Dinge, riechst neue Gerüche, erfährst ganz neue Reize und wirst dich wundern, wie gute manche Dinge schmecken, die du vorher für vielleicht sogar absurd gehalten hast.
Oft wollen wir aber nicht nur eine Sache verändern, sondern am besten alle gleichzeitig und am besten jetzt sofort. Das funktioniert in der Regel genauso wenig. Wir können in der Regel nicht einfach von heute auf morgen unsere Ernährung, den Sport, unseren Schlaf und Lifestyle einfach mal so auf die schnelle Umkrempeln, sondern brauchen vor allem eine wichtige Eigenschaft. Geduld. Wer zu viel auf einmal tut, ist überfordert. Das ist nichts anderes, als wie bei der Arbeit. Werden dir 5 Projekte gleichzeitig auf den Tisch geworfen bist du? Erst einmal überfordert. Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Stufst du jetzt allerdings die 5 Projekte ihrer jeweiligen Priorität ein, so weißt du genau mit welchem Projekt du beginnen musst. Dann nimmst du dich deinem ersten Projekt an, konzentrierst dich voll und ganz auf dieses und lässt die anderen erst einmal außen vor. Hast du das erste abgeschlossen, so widmest du dich dem zweitwichtigsten und erst dann dem dritten, vierten und schlussendlich fünften Projekt. Damit bringst du Licht in den Wald, weißt genau was zu tun ist und kannst dir Unmengen an Frustration und Stress ersparen.
Auch in diesem Fall können wir das selbe Prinzip eins zu eins auf unsere persönlichen Veränderungen anwenden. Nehmen wir ein wirklich gängiges Beispiel: Du möchtest eine Veränderung, deinen ersten echten Sixpack (banal aber einfach ein sehr leicht zu verstehendes Beispiel). Wo fängst du an? Training? Nein, definitiv nicht. Passt dein Schlaf und dein Lifestyle soweit, dann muss deine Priorität auf einer gesunden Ernährung liegen und du musst ein leichtes Kaloriendefizit fahren. Passt deine Ernährung und du hast ein wenig Routine darin, dann kommt der Sport dazu. Ein gezieltes, strukturiertes und vor allem aufbauendes Training, nicht einfach nur willkürlich ausgeführte Übungen. Passt dein Schlaf nicht, dann musst du zunächst einmal hier ansetzen. Passt dein Lifestyle nicht, dann musst du zunächst einmal hier ansetzen. Je nach Ausgangslange, setzt du also auch hier erst einmal ganz andere Prioritäten.
Wichtig für dich. Finde einfach die Veränderung die am allerwichtigsten ist, dein Ziel zu erreichen oder wenn du kein konkretes Ziel hast, aber in verschiedenen Bereichen eine Veränderung herbeiführen möchtest, dann nehm jede Veränderung einzel, also Schritt für Schritt, vor. Überfordere dich nicht, lass dir Zeit und hab vor allem ein wenig Geduld. Dann klappt das auch.

Wachstum durch konstruktives Feedback

Kennst du das eventuell? Der Moment, wenn dir jemand sagt: „Hey, du klingst wie all die anderen und erzählst genau das gleiche wie all die anderen.“ Das ist nicht cool, aber verdammt wichtig. Insbesondere dann, wenn du etwas anderes als alle anderen zu erzählen hast. Dann, wenn du Erfahrungen gemacht hast, die sich von der breiten Masse trennen und eben nicht die breite Masse ansprechen sollen.
Vor kurzem gab es einer dieser Momente und ich bin sehr sehr froh, dass mir die GNTC Crew da so offen gegenübertritt und kein Blatt vor den Mund nimmt. Konstruktives Feedback gibt mir so unglaublich viel und allen voran die Möglichkeit, an mir selbst und dem was ich jeden Tag tue, zu arbeiten. Ja, ich mag Wachstum und am besten Wachstum, der aus Kritik, Feedback und den Wünschen meiner Mitmenschen heraus entsteht.
Der Verursacher für diesen Artikel und damit der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Schreiben ist der letzte Post „Warum Krafttraining für Frauen essentiell ist“. Der Artikel hat nicht das Feedback eingeheimst, dass ich mir ursprünglich gewünscht hatte, ganz im Gegenteil. Einige meiner naheliegenden Mitmenschen haben sich darin überhaupt nicht gesehen bzw. davon angesprochen gefühlt. Dabei wollte ich doch mitunter genau diese Menschen ansprechen.
Betrachte ich den Artikel im Nachhinein, so wird mir klar, warum. Ganz klar habe ich, wie es bereits die Magazine oder sonstige Blogs tun, ein großes Augenmerk auf das Thema Optik, Oberflächlichkeit und Schein gelegt. Die wirklich relevanten Themen habe ich dabei leider immer nur kurz angehauen. Zu kurz. Dabei könnte man es viel interessanter, spannender und praxisnaher ausrichten, so dass auch tatsächlich die Frau abgeholt wird, der es nicht vorwiegend um das optische Erscheinungsbild geht (ja ein kleiner Teil spielt immer mit rein). Es geht dabei viel mehr um Lebensqualität, Lebenskraft und das Meistern von Herausforderungen.
Nur durch das konstruktive Feedback konnte ich damit wieder außerhalb meines engen Tunnels blicken. Interessanterweise braucht es eben genau so Momente, um an diesen Punkt zu kommen. Da schreibst du eine Zeit lang genau so wie es für dich richtig ist, triffst die richtigen Stellen bei den richtigen Menschen und dann, um so mehr du recherchierst, umso mehr nimmst du die Gestalt der anderen an. Ja, du verlierst ein wenig dein eigenen Stil die Dinge an den Mann (oder natürlich die Frau :)) zu bringen.
Dann brauchst du nur einen kleinen neuen Reiz, einen kleinen Anstoß und zack ist dir alles wieder klar. Ich möchte eben nicht wie jedes andere Fitnessmagazin, jeder andere Fitnessblogger, Fitnessguru oder sonstige Konsortien sein, nein, ich möchte ICH sein und ich möchte, dass Generation Athletic weiterhin gegen den Strom schwimmt. Sport ist Lifestyle, aber nicht im Sinne von schnieken Klamotten, stylischen Schuhen oder dem geilsten Sixpack. Nein, Sport ist Leidenschaft, Erfüllung, Gemeinschaft und nah an der Natur. Sport ist Gesundheit, Nachhaltigkeit und verdammt viel Spaß!
In diesem Sinne habe ich mir auf mein Flipboard für die Jahresplanung 2019 eine fette Notiz hinterlegt auf der „AUTHENTISCH“ steht. Ich möchte euch mit meinen Texten fesseln und meine Leidenschaft mit euch teilen. Ja, ich möchte sie einfach klipp und klar mit euch leben. Echt, roh und unzensiert. Eben so wie ich das eigentlich schon immer gern gemacht hab.
Danke für euer Vertrauen, bleibt gespannt und vor allem, bleibt am Ball! Euer KeKo